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Lenovo IdeaPad S10

Kurzbeschreibung

Auch der chinesische Hersteller Lenovo ist mit einem kompakten Netbook auf dem Markt vertreten. So ist das Lenovo IdeaPad S10 mit äußerst stattlichen Abmaßen, die sehr schlank wirken, und einem sehr nützlichen Expresskarten Slot gesegnet. Darüber hinaus überzeugt es mit ausgereifter Leistung und akzeptablen Preis.

Die Verarbeitung wirkt schon auf den ersten Blick äußerst hochwertig. Das schlanke Design kommt den Augen zu Gute und die Materialien den Fingern. Das Lenovo IdeaPad S10 kommt in modischem weiß und beweist sich als ausreichend stabil. So knarrt nichts, die Scharniere haben genügend Widerstand und sind dennoch ausreichend leichtgängig.

Die Tastatur ist angenehm groß, im Vergleich zu anderen Netbooks können mit dem Lenovo IdeaPad S10 auch längere und aufwändigere Textverarbeitungen bearbeitet werden. Die Tasten der Tastatur fühlen sich gut an, verfügen über einen definierten Druckpunkt und die Tastatur biegt sich nicht durch. Zur allgemeinen Erleichterung gibt es nur Standardtasten, teilweise nutzlose Tasten hat sich Lenovo gespart. Beim Touchpad hat Lenovo aber etwas an Größe gespart, dennoch ist dieses ausreichend. Wer etwas länger mit dem Lenovo IdeaPad S10 arbeitet, der wird sich rasch an die etwas beengten Platzverhältnisse auf dem Touchpad gewöhnen.

Das Display ist mit 10,2 Zoll für ein Netbook recht groß. An sich macht es auch einen guten Job, wenn die Spiegelungen nicht so groß wären. Im Freien ist es fast unmöglich mit diesem Netbook zu arbeiten, im Gebäude dagegen werden die Augen mit gestochen scharfem Bild verwöhnt. Selbst bei 3D-Spielen macht das Lenovo IdeaPad S10 eine sehr gute Figur. Es gibt keine Schlieren und Verwischungseffekte. Die Auflösung von 1024 mal 600 Pixeln entspricht dem Netbook Standard und ist damit gar nicht soweit entfernt von der Auflösung eines 15 Zoll Laptops. Eine etwas ausgewogenere Mischung aus angenehmen Arbeiten im Freien und im Gebäude würde mehr Gefallen.

Die Lautsprecher an der Vorderseite sind etwas kratzig, allzu viel sollte man von diesen nicht erwarten. Für kleinere Wiedergaben wie Internetvideos oder leisem Musikhören reichen die Lautsprecher aber aus.

Der angesprochene Expresskarten Slot eignet sich für einsteckbare UMTS Module oder DVB-Tuner. Damit werden das mobile Surfen und das nahezu grenzenlose Fernsehen möglich.

Die Performance des Lenovo IdeaPad S10 ist mit überdurchschnittlich zu bezeichnen. Das liegt nicht allein an den verwendeten Komponenten, denn diese entsprechen im Großen und Ganzen denen der Konkurrenz. Lenovo hat es aber geschafft, diese Komponenten ideal aufeinander abzustimmen. So leistet der Intel Atom N270 mit 1,6 GHz ganze Arbeit. Der Arbeitsspeicher von 1 Gigabyte ist ausreichend und die eingebaute Festplatte mit 160 Gigabyte richtig groß.

Mit diesen Komponenten läuft das Betriebssystem Windows XP ruckelfrei, PowerPoint Präsentationen mit komplexen Videos laufen zügig und das Bearbeiten von mehreren Anwendungen klappt auch zuverlässig. Selbst Diashows mit hoch auflösenden Bildern werden angenehm schnell realisiert. Das IdeaPad S10 verfügt über 2 USB Anschlüsse, einem VGA und Audio Ausgang, LAN Anschluss sowie einer Bluetooth Schnittstelle.

Die Akkulaufzeit ist traditionell bei Lenovo die Stärke. Leider enttäuscht das erzielte Ergebnis des Lenovo IdeaPad S10 auf den ersten Blick. Nach spätestens 2 Stunden und 15 Minuten wird das Display schwarz. Hier und da kann die Akkulaufzeit mit abgedunkeltem Display verlängert werden. Das erzielte Ergebnis entspricht aber der Akkulaufzeit vergleichbarer Netbooks. Dies relativiert die objektive Schwäche. Der mitgelieferte 3 Zellen Lithium Ionen Akku ist damit standesgemäß.

Vorteile

  • Multitouchpad
  • Tastatur

Nachteile

  • Glossy-Display
  • Leicht erhöhtes Gewicht

Fazit

Lenovo hat mit dem IdeaPad S10 ein solides Netbook auf den Markt gebracht, welches nicht mit besonderen Stärken aufweisen kann, sich wiederum aber auch keine gravierenden Schwächen leistet. Dazu kommt ein akzeptabler Preis. Besonders positiv aufgefallen ist der nützliche Expresskarten Slot, die hochwertige Verarbeitung, die tolle Optik und die großzügige Platzeinteilung. Etwas enttäuschend ist das Display welches im Freien nicht zu benutzen ist, das kleine Touchpad und die teilweise kurze Akkulaufzeit schmälern den Erfolgszug etwas.

Unsere Bewertung

Kategorie Bewertung  
Ergonomie SternSternSternSternStern 4 von 5
Geschwindigkeit
SternSternSternSternStern 4 von 5
Ausstattung
SternSternSternSternStern 5 von 5
Preis/Leistung
SternSternSternSternStern 4,5 von 5
Gesamt SternSternSternSternStern 4,5 von 5

Technische Daten

Display
10,2 Zoll
Auflösung
1.024 x 600 Pixel
CPU Intel Atom N270 1,6 GHz
Hauptspeicher 1 GB
Festplatte 160 GByte (oder 4 GByte SSD)
Betriebssystem Windows XP oder Linux
Kartenleser
4-in-1
Webcam / Mikrofon
ja/ja
Anz. USB
2
Bluetooth
Ja
WLAN
Ja
LAN
Ja
Audio
Ja
Laufzeit
ca. 3 Std.
Abmessungen
(BxHxT) in cm
 
Gewicht
1,1 kg
Straßenpreis
ca. 300 Euro

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Kommentare

Kommentar von Alex | 16.06.2009

Mit Ubuntu Netbook Remix 9.04 läuft das S10e gute 5 Stunden.

Kommentar von Ayk | 19.06.2009

Man kann bei 6 cellen Akku die Akku leistung bis auf fast 10 stunden erhöhen.

Bei Vista wie auch bei XP.

1.Energy Manager auf Beste energie einsparung klicken und bei den erweiterten einstellung nur sound an lassen.

2.Fn+ESC Die Kamara ausschalten. Bringt 20%

3.Falls WLan benötigt wird, Fn+F5 Bluetooth und UMTS ausschalten.

4.Displayhelligkeit ganz runter

Mit Wlan habe ich bis zu 9 stunden erziehlt. Ohne WLan habe ich sogar über 10 stunden erreicht!

NC10 Hatte ich auch aber der S10 erfüllt alles besser wie NC10. Mit NC10 unter Vista habe ich max 6 stunden gehabt und es gab kein Bluetooth.

Fazit: S10 hat mich schneller begeistert wie NC10. Das ganze gibt es bei Vodafone shop für 379€ mit UMTS und 6Cellen Akku.

MfG

Kommentar von heinz Büsching | 30.01.2010

Alles gut und schön. Mein S10e wurde mit der 4GB SSD-Festplatte werkseitig installiert geliefert. Die 160er Platte musste ich erst einrichten. Leider war nach diversen Software-updates u. Druckersoftware die SSD-Platte voll. Für Acrobat Reader war kaum noch Platz. Um das Notebook von der 160er Platte aus bootbar zu machen, muss man weiter investieren und Software kaufen. Die funktionierte dann nicht mal, weil sie auf die Konfiguration des Lenovo nicht vorbereitet war. Das Teil ist nur als Gerät für Emails und Internet im mobilen Bereich zu gebrauchen. Dafür wurde es allerdings auch vom Hersteller konzipiert. Es ist kein Ersatz für ein großes Notebook oder eine Workstation. Aber schön klein, leicht und wie schon beschrieben, gut verarbeitet. Für unterwegs sehr gut. Wenn damit was passiert (Diebstahl, Verlust, Beschädigung) ist der Schaden überschaubar, sofern man ein sicheres Passwort vergeben hat.