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HP TouchPad

Kurzbeschreibung

Für den Tablet-PC-Bereich ist immer noch das iPad aus dem Hause Apple tonangebend. Als würdiger Konkurrent kann sich möglicherweise das TouchPad von Hewlett Packard erweisen. Dieser Tablet-Rechner basiert auf dem mobilen Betriebssystem webOS. Dabei handelt es sich um ein System, das von dem von HP übernommenen Hersteller Palm entwickelt wurde. Allerdings setzte man webOS vorher nur auf Smartphones ein. Das HP TouchPad ist damit das erste Gerät, bei dem das System auf einem Tablet eingesetzt wurde.

Der große Vorteil ist ganz klar die Multitasking-Fähigkeit, die man schon von Android und iOS kennt. Das System ist überraschend stabil und leistungsstark. Das Hin- und Herwechseln zwischen Anwendungen ist kinderleicht, für das Durchschalten muss man nur sanft mit dem Finger über die Benutzeroberfläche wischen. Das Besondere: Beim Multitasking sieht man nicht einfach das Symbol der App, sondern bekommt immer einen aussagekräftigen Screenshot dargestellt. Von der Darstellung her hat sich HP dem iPad-Bedienkomfort angeglichen, der Homebutton ist – wie übersichtlich – der einzige Bedienknopf am Gerät.

Herzstück des HP TouchPad ist der leistungsstarke Dual-Core-Prozessor, der in vielen der neuen Tablet-PCs anzufinden ist. Vom ersten Eindruck erinnert die Displayform stark an den Konkurrenten iPad – das liegt daran, dass HP ebenfalls das 4:3-Format verwendet. Doch selbst in den Abmessungen von 190 x 242 x 13,7 mm sowie dem Gewicht von 740 Gramm orientiert sich der Tablet-PC von Hewlett Packard an dem allgegenwärtigen iPad der ersten Generation. Identisch ist dann auch die Größe des Displays, 9,7 Zoll misst die Multitouch-Bedienoberfläche. Hier kann vor allem die brillante Farbwiedergabe, die Helligkeit sowie die Blickwinkelstabilität überzeugen. Da es sich bei dem Tablet-PC derzeit um eines der neuesten Geräte dieser Art auf dem Markt handelt, hat es natürlich auch in der Leistung viel zu bieten. Auch um das leidige Thema Akkulaufzeit hat man sich bei HP gekümmert. Trotz der sehr hohen Rechenleistung kann man effektiv von einer Betriebsdauer von rund 8 Stunden ausgehen. Für Langstreckenflüge oder allgemeiner langen Reisen ist das HP TouchPad also ideal.

An der Vorderseite des TouchPads befindet sich eine 1,3-Megapixel-Webcam. Im Gegensatz zu vielen anderen ähnlichen Tabletmodellen schwächelt HP in dieser Hinsicht. Ein Minimum von 2 MP bei der Kamera, mit der mehr drin ist als nur Schnappschüsse, ist für die meisten Interessenten deutlich attraktiver. Außerdem fehlt eine Kamera an der Rückseite. Das ist beispielsweise für gute Videoaufnahmen von Vorteil. Andererseits gab es beim Test Pluspunkte für den sehr guten Sound. Bei einem derartig kompakten Gerät ist ein solcher Klang keine Selbstverständlichkeit. Als Kommunikationskanäle stehen Bluetooth, USB und Kopfhörerausgang sowie ein Mikrophon zur Verfügung. Darüber hinaus dürfen die wertvollen Beschleunigungs-, Lage- und Helligkeitssensoren mit zusätzlicher Kompassfunktion nicht fehlen. Damit wird sicher gestellt, dass sich das Display den Bewegungen des Nutzers anpasst und die Helligkeit abhängig von den bestehenden Lichtverhältnissen reguliert wird.

Abzüge in der Bewertung gibt es aufgrund des fehlenden Kartenlesers. So kann man Bilder von einer Digitalkamera nicht bequem über SD-Karte auf den Tablet-PC übertragen, sondern muss das HP-Gerät erst mit dem Desktop-Rechner verbinden. Über diesen Komfort verfügt allerdings auch das iPad nicht.

Insgesamt kann das HP Tablet-Gerät in unterschiedlichen Einsatzbereichen überzeugen. Die Wiedergabe von Filmen ist ruckelfrei, auch als PC für geschäftliche Zwecke eignet es sich ideal. Das Besondere: Bereits in der Werksversion findet man die gängigen Office-Programme und den Adobe Reader. Die Tastengröße lässt sich verstellen und die Eingabe gelang im Praxistest verzögerungsfrei. Darüber hinaus waren sogar aufwendige Spielegrafiken dank leistungsstarkem Grafikchip optimal darstellbar. Der derzeit als heißer Apple iPad-Konkurrent gehandelte HP TouchPad Tablet-PC unterscheidet sich auch nicht im Preis von dem Vorreiter der Tablet-Technologie aus dem Hause Apple. So kostet das kleine Modell mit 16 Gigabyte Speicherplatz 480 Euro, während 32 GB mit 580 Euro zu Buche schlagen. Allerdings sind beide Varianten nur mit WLAN betrieben. Welche Preise die Modelle mit 3G und WLAN haben werden, ist derzeit noch unbekannt. Für die Zukunft ist sogar ein Modell mit 4G (LTE) angekündigt worden. Ein letztes Highlight ist der TouchStone, eine magisch anmutende Ladestation, die optisch an eine Buchstütze erinnert. Die drahtlose Ladetechnik erkennt sogar die jeweilige Ladestation und richtet das Displaydesign danach aus.

Vorteile

  • in der Werksversion: die gängigen Office-Programme / Adobe Reader
  • Akkulaufzeit von über 8 Stunden
  • Multimedia geeignet

Nachteile

  • nur eine 1,3 MP Kamera
  • fehlender Kartenleser

Fazit

Das HP TouchPad bietet eine gute Alternative für diejenigen, die sich einfach nicht mit Apple anfreunden möchten, aber dennoch nicht das Design eines iPads missen wollen. Darüber hinaus verfügt es sogar noch über einen USB-Ausgang, welchen man beim iPad vergeblich sucht. Ein gut ausgestattetes, schnelles und einfach zu bedienendes Gerät, dem lediglich eine weitere Kamera fehlt.

Unsere Bewertung

Kategorie Bewertung
Ergonomie SternSternSternSternStern 4 von 5
Geschwindigkeit
SternSternSternSternStern 5 von 5
Ausstattung
SternSternSternSternStern 4,5 von 5
Preis/Leistung
SternSternSternSternStern 5 von 5
Gesamt SternSternSternSternStern 4,5 von 5

Technische Daten

Display
9,7 Zoll
Auflösung
1.024 x 768 Pixel
CPU Qualcomm Snapdragon
Dual-Core
, 1,2 GHz
Hauptspeicher 1 GB
Flashspeicher 16 oder 32 GB
Betriebssystem webOS 3.0
Kartenleser
Ja microSD
Webcam
Ja 2 und 5 MP
Mikrofon Ja
Anz. USB
1 x micro USB
Bluetooth
Ja 2.1 + EDR
WLAN
Ja
Audio
Ja
Laufzeit
bis 8 Stunden
Abmessungen
(BxHxT) in cm
24 x 1,4 x 19 cm
Gewicht
740 g
Straßenpreis
ab 480 €

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